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Stadtarchiv Nürnberg
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Stichwort:
Dr.-Lorenz-_Tucher-Stiftung
Text:
Lorenz I. (1447-1503), Mitglied der älteren Linie der (->) Tucher, wurde nach dem Besuch der Schule am (->) Egidienkloster in Leipzig und Basel für den geistlichen Stand ausgebildet. 1478-96 war er Propst an St. (->) Lorenz und zugleich Domherr in Regensburg. Nachfolger als Propst der (->) Lorenzkirche wurde sein Vetter Sixt (1459-1507), die Regensburger Stelle behielt er bis zu seinem Tod. Testamentarisch teilte Lorenz sein Vermögen in zwei Hälften auf, die eine zur Unterstützung armer Leute, die andere als Grundstock einer (->) Familienstiftung. Seine Brüder Hans IX. (1452-1521) und Martin I. (1460-1528), Teilhaber an der (->) Tucherschen Handelsgesellschaft, legten diesen Teil der Erbschaft als Testamentsvollstrecker gegen Zinsen in das Familienunternehmen ein. Dadurch und durch weitere Kapitaltestate wuchs die T. ab den 1520er Jahren zu einer der größten Familienstiftungen des N (->) Patriziats heran. Ab 1522 wurde das Tuchermahl eingerichtet, eine jährliche Zusammenkunft aller männlichen Familienmitglieder zur Rechenschaftslegung über die Stiftungsgelder (erstmals abgehalten 1524). Ziel der T. war es, bedürftige Familienmitglieder zu unterstützen, gleichzeitig aber auch, das Kapital durch Rentenzuführungen zu mehren. Nach dem Vorbild der Jobst Friedrich (->) Tetzelschen Stiftung von 1612 wurden auch die Erträge der T. ab 1615 gedrittelt: 1/3 wurde in Höhe des Lebensalters (= Altersgelder) unter die männlichen Tucher, so sie N Bürger waren, verteilt, 1/3 als Stipendien verwendet und 1/3 dem Kapitalstock zugeführt. Ab 1660 standen 2/3 den Familienmitgliedern als Altersgelder, 1/3 der Kapitalmehrung zur Verfügung. Neben der Handelsgesellschaft diente ab 1552 die N Losungstube der T. als Bankinstitut. Die Überschüsse wurden in Liegenschaften investiert (1574 Großengsee und St. Helena, 1598 (->) Simmelsdorf, 1610 die Voitschen Lehen in der (->) Oberpfalz, 1662 Winterstein) oder zur Verherrlichung der eigenen Familie verwendet ((->) Tucherbuch). 1713/14 finanzierte die T. den Wiederaufbau des Nordturms der (->) Egidienkirche nach dem Brand 1696. Ebenso trug sie zu Restaurierungen der (->) Sebalduskirche im 17. und 19. Jh. sowie der 'Tucherschen Monumente' bei. Seit 1818 als Familienfideikommiß anerkannt, konnte aus Erträgen der T. 1828 das städtische Anwesen der (->) Tetzel ((->) Egidienplatz 7) erworben werden. Es diente fortan unter dem Namen Tucher-Palais als Tuchersches Stiftungshaus. 1855 übernahm die Familie Tucher aus Mitteln der T. die spätere (->) Tucher-Brauerei vom bayerischen Staat, 1875 wurde aus dem Nachlaß der (->) Peller das Gut (->) Schoppershof gekauft, der heutige Verwaltungssitz der T. Nach dem (->) Zweiten Weltkrieg vereinte man die (->) Tuchersche Große Gartenstiftung mit der T.
Quellen:
StadtAN E 29.
Literatur:
Schwemmer, W., Dr. Lorenz Tucher und seine Familienstiftung, in: MVGN 63 (1976), 131-144.
Autor:
Diefenbacher


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