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Stichwort:
Welsersche Handelsgesellschaft
Text:
1420 ist erstmals eine W. in Augsburg belegt. Anton (->) Welser (1451-1518) begründete 1498 mit dem im Tiroler Silberhandel aktiven Memminger Handelshaus Vöhlin die Welser-Vöhlin-Gesellschaft, während sein jüngerer Bruder Jakob I. (1468-1541) 1493 die N Faktorei der W. übernahm. Nach Auflösung der Welser-Vöhlin-Gesellschaft 1517 gründete Jakob mit seinen Söhnen die N W. Die Tätigkeiten beider W. blieben aber weiterhin eng verflochten. Schlüsselpositionen im Kupfer-, Zinn- und Silbergeschäft waren Grundlage der Augsburger Welser gewesen, die neben den Fuggern zu den großen Finanziers Karls V. (1519-56) gehörten. Aber auch die N W. engagierte sich stark in den Zinn- und Kupferrevieren Thüringens und Böhmens wie auch im Tiroler Silberbergbau ((->) Montanunternehmen). Im 16. Jh. kam in Betonung des Handelsplatzes N v.a. der (->) Gewürzhandel hinzu. Neben den (->) Imhoff und den (->) Tucher zählten die Welser zu den bedeutendsten (->) Safranhändlern. Bereits 1505/06 beteiligte sich die W. zusammen mit den Fugger, Hochstetter, Gossembrot, Imhoff und (->) Hirschvogel an der Erschließung überseeischer Gewürzmärkte ((->) Indienexpedition). Um 1500 legten die Welser Zuckerrohrplantagen auf den Kanaren an, die Augsburger W. beutete zwischen 1528 und 1546 weite Teile Venezuelas wirtschaftlich aus, an der (->) La-Plata-Expedition 1536 waren die N Welser beteiligt. Zum Warenhandel kam ein ausgeprägtes Engagement in Geldgeschäften. So z.B. war Jakob I. einer der größten Finanziers der Fugger. Handelsstützpunkte besaß die N W. u.a. in Lissabon, Sevilla, Lyon, Antwerpen, Köln, Augsburg, Venedig, Verona, Mailand, Genua, Aquila, Neapel. Nach dem Tod Hans Welsers (1534-1601) wurde zur Unterstützung seiner minderjährigen Nachkommen die N W. kapitalisiert und bis 1610 aufgelöst. Die Augsburger W. ging 1614 in Konkurs.
Quellen:
StadtAN B 11; E 41.
Literatur:
Kellenbenz, H., Handelsbräuche des 16. Jh. Das Meder'sche Handelshaus und die Welser'schen Nachträge, Wiesbaden 1974, 77-94.
Autor:
Diefenbacher


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