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Stichwort:
Kreß von Kressenstein, Patrizierfamilie
Text:
Heinrich K. erwarb 1307 das N (->) Bürgerrecht, seit 1418 waren die K. im (->) Inneren Rat vertreten. In den 1370er Jahren handelte eine Gesellschaft der K.- (->) Rummel mit Ochsen aus Ungarn und anderen Waren zwischen Venedig, Mailand und Krakau. Nach der Trennung von den Rummel 1388 führten die K. vermutlich die alte (->) Handelsgesellschaft allein weiter. In den 1390er Jahren bezogen sie aus dem Karpatenraum Silber für die venezianische Münze, über die (->) Flexdorfer standen sie mit den flandrischen Tuchzentren ((->) Textilhandel) und dem nordwestdeutschen Wirtschaftsraum in Verbindung. Auch Geldgeschäfte sind belegt. In Venedig besaßen die K. wohl zusammen mit den (->) Paumgartner ab dem späten 14. Jh. eine eigene Handelskammer im Fondaco dei Tedeschi. Um 1430 löste sich die K.-Gesellschaft auf. Einige Familienmitglieder blieben aber weiterhin im Handel und in Geldgeschäften tätig. Zwischen 1499 und 1511 beteiligten sich die K. an einer neuen N-Mailänder Gesellschaft der K.-Köler-Saronno. Nach dem Erwerb der (->) Grundherrschaften in den benachbarten Dörfern (->) Kraftshof (1403) und (->) Neunhof (vor 1482) erbauten die K. dort zwei (->) Herrensitze. 1530 verlieh ihnen Ks. Karl V. (1519-56) das Prädikat 'von Kressenstein'. Weitere Sitze hatten die K. in (->) Reichelsdorf (1492-1857) und Rohensaas (1664-1760) südlich von Höchstadt/Aisch, Ödenreuth bei Roßtal (1741-1867/69) und Dürrenmungenau bei Abenberg (1651-1878). Bedeutende Vertreter der Familie waren: Christoph (1484-1535), (->) Oberster Hauptmann und Kriegsrat des (->) Schwäbischen Bunds im (->) Bauernkrieg, unterzeichnete für N die Confessio Augustana ((->) Reformation). Jobst Christoph (1597-1663) vertrat N bei Kg. Gustav Adolf von Schweden (1611-32) und unterzeichnete für N und andere Rst. 1648 in Osnabrück den Westfälischen Frieden. Georg (1840-1911) war führender Vertreter der (->) Nationalliberalen im N (->) Kollegium der Gemeindebevollmächtigten und 1878 Mitgründer sowie bis 1911 Erster Vorsitzender des (->) Vereins für Geschichte der Stadt N. Otto (1850-1929) bekleidete 1912-16 das Amt des bayerischen Kriegsministers. Die heute noch blühende Familie wurde 1815 dem einfachen bayerischen Adel immatrikuliert und 1817 in den Freiherrenstand erhoben. Die Kressenstraße in St. (->) Johannis erinnert an die Familie, die Kressengartenstraße in der (->) Tullnau sowie die Straße 'Am Kressenstein' in Kraftshof an frühere Besitzungen bzw. den Stammsitz der K. Wappen: In Rot ein schrägrechtes mit der Spitze aufwärts gerichtetes silbernes Schwert mit schwarzem Knauf.
Wappendarstellung:
Kleinbild
Nachweis Wappendarst.:
Imhoff, Hb.
Quellen:
StadtAN B 11 Nr. 125; E 1; E 3; E 16.
GNM, Kreß-Archiv.
Bürgerbücher Nr. 158.
Literatur:
Stromer, Hochfinanz I-III.
Hirschmann, 25.
NDB XIII, 10-12.
Friedrich, 88-93.
Autor:
Diefenbacher


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