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Stadtarchiv Nürnberg
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Stichwort:
Rieppel, Anton von, Dr. Ing. h.c., Dr. phil. h.c.
Geburtstag:
*17.4.
Geburtsjahr:
1852
Geburtsort:
Hopfau (Lkr. Tirschenreuth)
Todestag:
+31.1.
Todesjahr:
1926
Todesort:
N
Beruf:
Fabrikdirektor
Text:
Nach anfänglicher Tätigkeit in der Landwirtschaft besuchte R. - Sohn eines Hammerwerksbesitzer - die Gewerbeschule in Wunsiedel, die Industrieschule München und nahm 1871 das Studium am Polytechnikum München auf. 1874 trat R. in die Münchener Firma 'Süddeutsche Brückenbau AG', die zur 'Maschinenbauaktiengesellschaft N' ((->) MAN) gehörte, ein und wurde 1876 Betriebsleiter des Brückenbauwerks in Gustavsburg bei Mainz. Dort konnte er sich mit der Sanierung des veralteten und maroden Betriebs profilieren. 1888 wurde er nach N berufen, 1889 war er Vorstandsmitglied und 1892 alleiniger Vorstand der Maschinenbauaktiengesellschaft. Unter seiner Regie wurde die völlig veraltete Firma bis 1901 von (->) Wöhrd nach (->) Gibitzenhof verlegt. Er organisierte die Fusion mit der Maschinenfabrik Augsburg AG und schuf damit das bedeutendste Maschinenbauunternehmen Bayerns. 1913übernahm R. als Generaldirektor die Leitung des gesamten Unternehmens. Im Zeichen des konjunkturellen Aufschwungs entfaltete die MAN unter R. ein breitgefächertes sozialpolitisches Engagement: 1899 richtete R. die nach ihm benannte (->) Rieppelsche Stiftung ein, 1900 regte R. die Gründung einer Arbeiterpensionskasse an, förderte den Arbeiterwohnungsbau durch Gründung und finanzielle Fundierung der 'Baugesellschaft für Kleinwohnungen GmbH' 1907 und der 'Baugesellschaft (->) Werderau mbh' 1911 ((->) Werderau) und initiierte die Einrichtung von Lehrwerkstätten ((->) Werkschulen). In seiner Funktion als Vorsitzender des Verbands Bayerischer Metallindustrieller machte er sich für die Einführung bezahlter Urlaubstage für Arbeiter stark. Darüber hinaus war er in zahlreichen Gremien und Körperschaften aktiv, wie 1915-18 als Vorsitzender des 'Vereins Deutscher Ingenieure', im Verwaltungsrat der (->) LGA, des 'Bayerischen Industriellenverbands' oder des 'Reichsverbands der Deutschen Industrie'. Nach dem (->) Ersten Weltkrieg wurde er zudem in den vorläufigen Reichswirtschaftsrat berufen. Seit 1906 nobilitiert, dreifacher Ehrendoktor und 1916 zum Reichsrat der Krone Bayerns ernannt, verabschiedete sich R. 1921 aus der Firmenleitung. Er liegt auf dem (->) Johannisfriedhof begraben. Eine Straße nahe dem Fabrikareal der MAN in (->) Lichtenhof erinnert an ihn, sein Denkmal (von Wilhelm (->) Nida-Rümelin) befindet sich am Volckamerplatz in der Werderau.
Quellen:
VB 1925/26, 31-33.
Literatur:
Eibert, G., Unternehmenspolitik N Maschinenbauer (1835-1914), Stuttgart 1979, 147-181.
Autor:
Bauernfeind, M.


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