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Stadtarchiv Nürnberg
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Stichwort:
Sachs, Hans
Geburtstag:
*5.11.
Geburtsjahr:
1494
Geburtsort:
N
Todestag:
+19.1.
Todesjahr:
1576
Todesort:
N (ev.)
Beruf:
Schuhmacher, Dichter
zus. Personenangaben:
V.: Jörg S., Schneider (N Bürger seit 1490), M.: Christine, geb. Prunner; 1. oo 1.9.1519 Kunigunde Creutzer aus Wendelstein; 2. oo 2.9.1561 Barbara Endres, geb. Harscher.
Text:
S. besuchte die (->) Lateinschule und erlernte 1509-11 das Schuhmacherhandwerk. In dieser Zeit führte ihn Lienhard (->) Nunnenbeck in den (->) Meistergesang ein. Auf der Gesellenwanderung 1511-16 kam er in weiten Teilen Deutschlands herum. 1520 wurde er Meister. Er besaß u.a. ein Haus in der Kotgasse (heute: (->) Brunnengasse); ab 1542 wohnte er in der (->) Spitalgasse. S. ist der berühmteste deutsche Dichter des 16. Jh. Ersten Ruhm erwarb er durch das 1523 gedruckte Gedicht 'Die Wittenbergisch Nachtigall', in dem er eine populäre Darstellung von Martin Luthers Lehren gab; bedeutende Beiträge zur reformatorischen Flugschriftenliteratur sind die vier Prosadialoge von 1524. S. stellte sein literarisches Schaffen weitgehend in den Dienst der Sache Luthers. Zwischen 1513 und 1567 verfaßte er 4.286 geistliche und weltliche Meisterlieder, außerdem komponierte er 13 Töne. Ferner schrieb er zahlreiche Spruchgedichte ((->) Spruchdichtung), von denen viele auch als Flugblätter gedruckt wurden, Komödien, Tragödien, (->) Fastnachtspiele, geistliche und weltliche Lieder, insgesamtüber 6.000 Werke. Häufig basieren die Texte auf literarischen Vorlagen, der Bibel, erzählenden und historiographischen Werken des Mittelalters und der eigenen Zeit. In erster Linie suchte S. die Fülle des religiösen und literarischen Wissens an literarisch weniger geschulte Mitbürger weiterzugeben. Die erste Gesamtausgabe (ohne die Meisterlieder) erschien in fünf Bänden 1558-79, weitere Werkausgaben: A. v. Keller/E. Goetze (26 Bde., Stuttgart 1870-1908), E. Goetze/C. Drescher (6 Bde. Fabeln und Schwänke, Halle/Saale 1893-1913). S. wurde von Johann Wolfgang v. Goethe und anderen bekannten Autoren vielfach gerühmt. Weltweit bekannt wurde er in erster Linie durch Richard Wagners 'Die (->) Meistersinger von N' (1868). An ihn erinnern in N das (->) Hans-Sachs-Denkmal, der Hans-Sachs-Platz und die (->) Hans-Sachs-Gasse; auf eines seiner Werke spielt das (->) Ehekarussell an.
Literatur:
Holzberg, N., Hans S.-Bibliographie, N 1976.
Ders., Nachtrag zur Hans-S.-Bibliographie, in: MVGN 64 (1977), 333-343.
Brunner, H./Wachinger, B. (Hrsg.), Repertorium der Sangsprüche und Meisterlieder des 12. bis 18. Jh., Bd. 1, 2, 9-11, Tübingen 1986 ff.
Bernstein, E., Hans S., Hamburg 1993.
Merzbacher, D. (Hrsg.), 500 Jahre Hans S., Wiesbaden 1994.
Autor:
Brunner


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